Erst Elfer Nr. 20 entscheidet
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Westfalia Osterwick verteidigt den Pott mit einem 10:9-Sieg gegen SW Holtwick
Allgemeine Zeitung -fw- Coesfeld/Rosendahl. So geizig die Herren Fußballer mit Toren und sogar Torchancen während der 90 Minuten auch waren, als es vom Elfmeterpunkt um die Entscheidung ging, konnten sie einfach nicht genug bekommen. Satte 20 Versuche waren nötig, dann erst stand am Freitagabend fest: Der Getränke-Seifer-Cup bleibt ein weiteres Jahr in Osterwick. „Ich denke, das war hochverdient“, urteilte Engin Yavuzaslan nach dem 10:9-Erfolg gegen SW Holtwick.
Ausgerechnet ein Youngster verwandelte den entscheidenden Elfer: Nils Borgert blieb cool und traf, nachdem Westfalia-Torwart Florian Prause zuvor den Versuch von Luca Brüggemann abgewehrt hatte. Den ungewöhnlichsten Treffer hatte zuvor Kunstschütze Johannes Sicking erzielt: Seinen Elfmeter hatte SW-Torwart Christian Wissing eigentlich schon gehalten, aber die Kugel sprang mit so viel Effet auf den Rasen, dass sie doch noch ins Tor hoppelte. „Ärgerlich, dass wir dieses Spiel im Elfmeterschießen verlieren“, war Ahmed Ibrahim etwas traurig über den Schlussakkord. „Denn aus dem Spiel heraus haben wir ja keine einzige Torchance der Osterwicker zugelassen.“
Tatsächlich standen die Holtwicker sehr tief, machten die Räume geschickt eng und ließen die Westfalia nicht zur Entfaltung kommen. „Wir hatten ja gefühlte 95 Prozent Ballbesitz, haben uns aber leider keine Möglichkeiten herausgespielt“, so Yavuzaslan, der sich nach dem Spiel maßlos enttäuscht von den Äußerungen einiger Zuschauer des Gegners zeigte: „Ich bin froh, dass meine sechsjährige Tochter heute nicht am Platz war.“
Die Schwarz-Weißen, bei denen nach einer halben Stunde Torwart Christian Meckeler nach einem Zusammenprall vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden musste, wollten schnell umschalten und kontern, spielten diese Situationen aber oft nicht gut aus. „Wir haben die Bälle zu schnell verloren“, bilanzierte Ibrahim. „Aber daran arbeiten wir noch.“
SW Holtwick – Westfalia Osterwick 0:0 (9:10 nach Elfmeterschießen); 1:0 Johannes Dönnebrink, 1:1 Niklas Weßling, 2:1 Lennart Barenbrügge, 2:2 Johannes Sicking, 3:2 Andreas Schulenkorf, 3:3 Pascal Leipelt, 4:3 Mario Thentie, 4:4 Engin Yavuzaslan, 5:4 Tobias Kühlkamp, 5:5 Tobias Paschert, 6:5 Oliver Abel, 6:6 Benjamin Raabe, 7:6 Ahmed Ibrahim, 7:7 Daniel Richter, 8:7 Henning Barenbrügge, 8:8 Davide Recker, 9:8 Stefan Uppenkamp, 9:9 Ulrich Wirtz, Luca Brüggemann verschossen, 9:10 Nils Borgert.
„Doktor“ verabreicht bittere Pillen
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Westfalia wirft SV Gescher mit 4:3 aus dem Pokal / Daniel Richter schnürt einen Viererpack
Allgemeine Zeitung Frank Wittenberg Osterwick/Gescher. Gewöhnlich hilft ein Doktor ja bei Schmerzen. Dieser aber verabreichte dem Defensiv-Patienten SV Gescher gleich vier bittere Pillen, die nicht dazu beitrugen, die aktuellen Beschwerden zu lindern: Daniel Richter, Spitzname „Doktor“, deckte die Schwächen des Bezirksligisten schonungslos auf und dürfte bei Frank Schulz für Nackenschmerzen vom vielen Kopfschütteln gesorgt haben. „Der Gegner war galliger und hat völlig verdient gewonnen“, musste der SV-Trainer anerkennen, dass Westfalia Osterwick schlicht besser war – und zurecht mit dem 4:3-Erfolg in die zweite Pokalrunde eingezogen ist.
Land unter in der Abwehr
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
SG-Reserve verliert 1:7 gegen Osterwick
Allgemeine Zeitung -uh- Coesfeld. Nach 70 Minuten brachen hinten alle Dämme. „Wir haben mit Dreierkette gespielt. Wenn du nicht konsequent verschiebst, kriegt der Gegner Freiräume, und dann hast du den Salat“, ärgerte sich Carsten Schlamann, Trainer des A-Kreisligisten SG Coesfeld 06 II, über die hohe 1:7-Niederlage gegen den Ex-Bezirksligisten Westfalia Osterwick. „Das war auch Einstellungssache! Die Jungs haben sich zum Schluss gehen lassen. So was darf nicht passieren. Darüber haben wir schon geredet.“ Gleich nach dem Abpfiff hatte er ihnen gehörig die Meinung gegeigt.
Westfalia Osterwick dreht auf
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Nach einer müden ersten Halbzeit gewinnt der Favorit noch 3:0 gegen den Ortsrrivalen Turo Darfeld
Allgemeine Zeitung Coesfeld (uh). Der Favorit drehte in der zweiten Halbzeit auf. „Der erste Durchgang war nicht berauschend: Da gab's keine Zuordnung, keine Entlastung und viele Ballverluste“, kritisierte Engin Yavuzaslan, Trainer des A-Kreisligisten Westfalia Osterwick, seine Kadetten, „Turo Darfeld war uns vom Kopf her voraus und immer einen Tacken schneller.“
Aber als Davide Pietro Recker, für den knieverletzten Uli Wirtz aufs Feld gekommen, gleich nach dem Seitenwechsel ein schönes Solo startete und den Jungspund Luis Lammers bediente, war die 1:0-Führung (46. Minute) perfekt.
Allgemeine Zeitung Fußball Saisonstart: Westfalia Osterwick
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Engin Yavuzaslan, der Beulendoktor
Nach dem kapitalen Betriebsunfall in der Bezirksliga will der Spielertrainer den Schaden reparieren
Allgemeine Zeitung Von Ulrich Hörnemann OSTERWICK. Den kapitalen Blechschaden, den sie sich bei ihrer Spritztour durch die Bezirksliga zugezogen haben, wollen die Osterwicker so rasch wie möglich reparieren. Engin Yavuzaslan spielt den Beulendoktor: „Ist eine Delle im Blech, ich mach' sie wech!" In seiner Karriere hat der „Ruhri" selber schon so manchen Kratzer abbekommen. Sportlich und vor allem auch gesundheitlich. „Ich bin immer wieder aufgestanden", sagt er selbst, „mich wirft so schnell nichts um." Mit 35 Jahren blickt Engin Yavuzaslan nach vorn und nicht zurück. Sein grenzenloser Optimismus treibt ihn voran. Sein Lebensmotto hat er sich bei einem Torwart-Titan abgeschaut: Immer weitermachen! Immer weiter, immer weiter! Auf Rückschläge, wie den Abstieg gleich nach dem Aufstieg, sollen neue Erfolgsmomente folgen.
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