Wenn Häutplinge Indianer werden
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Osterwick von der Rolle
Allgemeine Zeitung Osterwick (uh). Der Frust saß tief. „Ich hab’ mich die ganze Zeit gefragt: Wo ist die versteckte Kamera? Wo muss ich reinlächeln?“ Engin Yavuzaslan verstand die Welt nicht mehr. „Wahnsinn“, sagte der Spielertrainer von Westfalia Osterwick und rätselte nach der 2:3-Niederlage gegen den Keller-Rivalen SuS Olfen: „Wie kann man nur mit dem Hintern alles wieder umwerfen, was wir uns eine Woche zuvor mit dem Sieg über Hüls mühevoll aufgebaut haben?“
Sechs-Punkte-Spiel im Tabellenkeller
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Osterwick erwartet Olfen
Allgemeine Zeitung OSTERWICK (uh). Engin Yavuzaslan setzt alle Fußballregeln außer Kraft. „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel! Ja, man kann sogar von einem Neun-Punkte-Spiel sprechen", ignoriert er die mathematischen Grundsätze, „aber wir dürfen SuS Olfen nicht unterschätzen." Das wäre gewiss ein kapitaler Fehler. „Wir müssen genauso gallig und giftig sein wie gegen Hüls." Bei einem Erfolgserlebnis vor heimischer Kulisse würde das Schlusslicht den Rückstand auf den Mitaufsteiger, Drittletzter in der Bezirksliga-Tabelle, auf drei Zähler verkürzen.
Das 2:1 gegen seinen Ex-Verein VfB Hüls sei ein Bonus-Sieg gewesen, erklärt der Osterwicker Spielertrainer, mit diesem Dreier habe kaum einer gerechnet. „Jetzt ist es wichtig, dass wir nachlegen", unterstreicht er die Bedeutung dieses Keller-Duells, „aber das wird ein ganz anderes Spiel, bei dem wir vor allem geduldig sein müssen. Wie ein Schachspieler: Der will auch nicht in den ersten 20 Minuten ein Schachmatt erzwingen, der studiert erst seinen Gegner, um dann die richtigen Züge zu machen."
Natürlich weiß er noch haargenau, wie es in der Hinrunde gelaufen ist. „Das war unser schlechtestes Spiel in dieser Saison", erzählt Engin Yavuzaslan, „in der ersten halben Stunde hatten wir 80 Prozent Ballbesitz und lagen 1:0 in Führung." Am Ende war die Begegnung komplett gekippt. „Olfen war eiskalt, hat unsere Fehler umgehend bestraft und aus drei Chancen vier Tore gemacht", denkt er an die knappe 3:4-Niederlage.
Wieder appelliert er an die Zuschauer. „Auf ihre Unterstützung sind wir angewiesen", betont Engain Yavuzaslan, „sie sind unser zwölfter Mann."
Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Westfalia-Stadion, Kunstrasen
Hüls packt die Pauke ein
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Westfalia Osterwick kämpft den Gegner nieder / Verdienter 2:0-Sieg
Allgemeine Zeitung -uh- Osterwick. Mit der großen Pauke kamen die „Marler Chemiekeulen“ angereist. Kleinlauf machte sich die treue Fangruppe auf die Rückreise, pitschnass vom Dauerregen und, noch viel schlimmer, bitter enttäuscht über die unerwartete 1:2-Niederlage bei Westfalia Osterwick, dem Schlusslicht der Bezirksliga-Staffel 11.
Engin Yavuzaslan, ein Kind des Ruhrgebiets, konnte es nicht fassen. „Siege gegen den Ex-Verein sind immer besonders schön“, sagte er und stellte Sekunden später klar, „ich hatte eine wunderschöne Zeit beim VfB Hüls, doch jetzt bin ich Trainer in Osterwick.“
Wiedersehen mit dem Ex-Verein
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Westfalia Osterwick spielt heute gegen VfB Hüls / Anstoß: 16 Uhr
Allgemeine Zeitung Osterwick (uh). Heute feiert Engin Yavuzaslan ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein VfB Hüls. „Das war eine schöne Zeit, an die ich mich gern erinnere“, erzählt der Trainer von Westfalia Osterwick, „aber für 90 Minuten wird die Freundschaft ruhen.“
Die Gäste, Tabellenvierter in der Bezirksliga mit nur zwei Zählern Rückstand auf den Ersten TSG Dülmen, sind hoher Favorit. „Es ist ein Duell David gegen Goliath“, vergleicht Yavuzaslan beide Mannschaften, „doch chancenlos sind wir nicht. Wir müssen geduldig sein, auf Fehler lauern und dann eiskalt zuschlagen.“
Die Vorbereitung in dieser Woche sei allerdings mies gewesen, berichtet er, „der Kunstrasen war komplett mit Schnee bedeckt. Deshalb sind wir gefühlte 40 Kilometer gelaufen.“ Für einen Marathon wären seine Schützlinge bestens präpariert. „Für so ein wichtiges Spiel ist das natürlich nicht ideal“, so Yavuzaslan, der auf lautstarke Unterstützung hofft: „Die Fans müssen uns anfeuern. Das haben die Jungs auch verdient.“ Niklas Segbers und Timo Mevenkamp sind angeschlagen. Ansonsten sind alle Mann fit.
Anstoß: heute, 16 Uhr, Osterwick, Westfalia-Stadion, Kunstrasen
Sein Herz schlägt blau-weiß
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Richard Schüer, ein Urgestein von DJK Coesfeld, trainiert ab Sommer Westfalia Osterwick II
Allgemeine Zeitung -uh- Coesfeld. Richard Schüer ist 51 und noch immer voller Tatendrang. Sein Fußball-Herz schlägt blau-weiß. „Seit 42 Jahren ich bei DJK Coesfeld“, erzählt er, „erst als Spieler, dann als Trainer.“ Das verbindet! „Deshalb habe ich lange hin und her überlegt, ob ich das Angebot annehmen soll.“
Jürgen Patte, der Jugendleiter von Westfalia Osterwick, hatte ihn kontaktiert. „Er suchte einen Nachfolger für Udo Mester“, erinnert sich Schüer an das Gespräch, „das war keine leichte Entscheidung für mich.“ Dann sagte er zu. „Im Sommer werde ich die zweite Mannschaft in der Kreisliga B übernehmen.“ Für Mester, der sich nach dreijähriger Amtszeit eine Schaffenspause gönnt.