In der Abstimmung knirscht es noch
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Erster Westfalia-Auftritt nach neun Monaten endet mit 2:4-Niederlage
Allgemeine Zeitung OSTERWICK (fw). So ganz war es nicht aus den Trikots zu schütteln, dass der letzte „echte" Auftritt fast neun Monate zurücklag. „Besonders bei den Gegentoren hatten wir einige Abstimmungsprobleme", wusste Tobias Paschert den Hauptgrund für die 2:4-Niederlage. Dennoch: Unzufrieden war der Spielertrainer von Westfalia Osterwick mit dem ersten Test seit langer Zeit beim Bezirksligisten TuS Wüllen gewiss nicht.
Die Partie hatte kaum begonnen, da klingelte es schon zum ersten Mal - und wie: Flanke Niklas Brinker, Volleyabnahme Luca Böwing, ein Traumtor für die Wüllener um Spielertrainer Jojo Dönnebrink (2.). „Danach sind wir aber besser ins Spiel gekommen", urteilte Paschert, der unter anderem auf Timo Mevenkamp, Lars Knipper und seinen Trainerkollegen Mario Worms verzichten musste. Folglich war der Ausgleich verdient, den Noah Eggemann in der 37. Minute erzielte, nachdem er TuS-Abwehrmann Kevin Pieperden Ball abgeluchst und Torwart Hendrik Vortkamp umspielt hatte. Kurz vor der Pause geriet die Westfalia aber wieder in Rückstand, weil Christopher Behrendt nach einem Freistoß unbedrängt einköpfen durfte. „Da passte die Zuordnung nicht", gab Tobias Paschert zu. „Das Ding nehme ich auf meine Kappe."
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel erhöhte der Ex-Holtwicker Chris Klöpper mit einem 20-Meter-Schuss nach zu kurzer Kopfballabwehr auf 3:1. Klaus Büning schloss einen Konter nach einer Osterwicker Ecke mit dem 4:1 ab (57.). „Erst nach der Trinkpause sind wir wieder besser reingekommen", berichtete der Trainer, der wieder von Dreier- auf Viererkette umgestellt hatte. So belohnte sich die Westfalia mit dem zweiten Treffer, den erneut Noah Eggemann in der 77. Minute nach einem abgefälschten • Schuss von Florian Richters erzielte.
| TuS Wüllen - Westfalia Osterwick 4:2; Tore: 1:0 Luca Böwing (2.), 1:1 Noah Eggemann (37.), 2:1 Christopger Behrendt (45.+3), 3:1 Chris Klöpper (48.), 4:1 Klaus Büning (57.), 4:2 Noah Eggemann (77.).
Aktualisiertes Hygienekonzept Fußball
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Mit den sinkenden Inzidinzien im Kreis Coesfeld sind wieder einige Lockerungen für den Fußballsport möglich.
Daniel Kramer hat das Hygienekonzept entwprechend angepasst. Die aktuelle Version findet ihr am Stadioneingang als Aushang und hier zum Download:
Neuer Untergrund zur neuen Spielzeit
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Gemeinde plant Austausch der Kunstrasenbeläge im nächsten Monat
Allgmeine Zeitung DARFELD/OSTERWICK (leg).Nun wo die Saison 2020/21 für die Fußballer offiziell abgebrochen wurde, hat die Gemeinde nun die Möglichkeit, die Kunstrasen-Beläge in Darfeld und Osterwick auszutauschen. „Mitte Juni bis Mitte Juli sollen die Arbeiten erfolgen", erklärt Bürgermeister Christoph Gott-heil auf AZ-Nachfrage. Damit seien noch vor dem Aufgalopp zur neuen Saison, der planmäßig für den August terminiert ist, die beiden Kunstrasenplätze vollständig saniert.
Der Auftrag für die Sanierung wurde an die belgische Firma „Domo Sports Grass" vergeben. „Vorprodukte dieser Firma liegen bereits auf den Sportplätzen in Schöppingen, Lette und Holtwick", zählt Gottheil auf. Im Haushalt der Gemeinde sind die Kosten für die Ausbesserung mit 400 000 Euro beziffert - 205 000 Euro davon fließen im Rahmen des Förderprogramms „Moderne Sportstätte 2022" in das Projekt. „Wir liegen aktuell noch unter den einkalkulierten Kosten", schildert der Bürgermeister. Jedoch könne es sein, dass noch zusätzlich Gelder für die Ausbesserung des Kunstrasen-Unterbaus verwendet werden müssen. „Damit die Plätze nach der Sanierung lange halten, ist es wichtig, dass auch der Unterbau in bester Verfassung ist", betont er. Wie es um diesen steht, sei noch ungewiss. Erst wenn der Kunstrasenbelag geöffnet werde, kommen etwaige Schäden des Unterbaus ans Licht. Potenzielle Ausbesserungen würden den Zeitplan der Gemeinde allerdings kaum bis gar nicht stören. Die Turo-und Westfalia-Kicker düren sich also zur neuen Saison über neue Plätze freuen.
Das Herz schlägt für den Nachwuchs
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Marco Jedlicka gibt seine Erfahrungen gerne weiter
Allgemeine Zeitung OSTERWICK ( fw). Gesehen hat er eine Menge als Spieler und Trainer, aber die Nase voll von Fußball? Nein, nicht bei Marco Jedlicka. „Es macht mir immer noch riesig Spaß, jungen Spielern etwas mitzugeben", sagt der 51-Jährige. Deshalb ist er auch 21 Jahre nach seinem Einstieg bei Westfalia Osterwick immer noch im Trainergeschäft unterwegs, aktuell bei seinem Heimatverein, dem VfB Hüls, wo er im Team mit Elvir Saracevic arbeitet, dem Bruder des Merfelders Edin Saracevic.
Bunt ist schon seine Karriere als Spieler, die beim VfB Hüls beginnt und ihn anschließend über den TSV Marl-Hüls und die SG Marl zu BW Wulfen führt, wo Willi „Ente" Lippens sein Trainer ist. Zurück beim VfB Hüls gelingt der Oberliga-Aufstieg, dann verschlägt es ihn zur TSG Dülmen, wo er unter Manni Wölpper binnen dreiJahren von der Landes- in die Oberliga aufsteigt. Drei Jahre spielt er anschließend für die SG Wattenscheid 09, verzichtet aber auf einen Profivertrag und wechselt zu Preußen Münster. Nach eineinhalb Jahre geht es erneut zurück zum VfB Hüls, wo er Oberliga-Meister wird.
Dann beginnt Teil zwei seiner Laufbahn: Bei Westfalia Osterwick steigt er ins Trainergeschäft ein, übernimmt anschließend Westfalia Gemen und ist dann fünf Jahre für den FC Epe verantwortlich. „Eine tolle Zeit, ähnlich wie in Osterwick", blickt Jedlicka zurück. Sein Gastspiel beim VfL Billerbeck währt nur ein halbes Jahr: „Das hat nicht gepasst, so etwas kann passieren." Anschließend trainiert er GW Nottuln, fungiert als Sportlicher Leiter beim TuS Haltern und heuert von 2011 bis Herbst 2014 bei der DJK Dülmen an. FC Marl und SF Wanne sind seine jüngsten Stationen, seit dem Sommer heißt seine Heimat wieder VfB Hüls.
Dort ist er übrigens in guter Gesellschaft: Zum Kader zählt auch sein Sohn Philipp, der gerade geboren war, als Marco Jedlicka bei Westfalia Osterwick die Schuhe schnürte. „In der Jugend hat er beim VfL Bochum gespielt", erzählt der Vater. „Jetzt studiert er Lehramt, da ist ihm der Aufwand zu groß geworden." Eigentlich wollte der Sprössling ganz aufhören, aber der Herr Papa hat ihn überzeugt, in Hüls anzupacken.
„Wahrscheinlich musst du den Jungs einen Reißverschluss ins Leibchen nähen."
Marco Jedlicka ist gespannt, in welchem körperlichen Zustand die Fußballer aus der langen Pause kommen.
Da ist auch jede Unterstützung bitter nötig, denn die aktuelle Tabelle weist den VfL in der Bezirksliga-Staffel 14, in der auch die TSG Dülmen und SF Merfeld beheimatet sind, mit nur zwei Punkten aus sechs Spielen als Vorletzten aus. „Wir haben eine sehr junge Truppe", sagt der Trainer. „Wir sind eigentlich gut genug - leider passten die Ergebnisse nicht zur Leistung."
Ob sie noch auf dem Platz um den Klassenerhalt kicken werden? So recht mag Marco Jedlicka nicht daran glauben. „Wir müssen realistisch sein", schüttelt der 51-Jährige den Kopf. „Wir haben seit Oktober keinen einzigen Trainingstag gehabt." Und das Laufen sei nicht mit Fußball zu vergleichen - die Defizite ließen sich in vier Wochen niemals aufholen. „Wir sollten nicht mehr darüber reden", fordert er. „Viele Menschen leben durch Corona am Existenzminimum. Da sollten wir nicht schreien, dass wir unbedingt die Saison zu Ende spielen wollen."
Wobei natürlich auch der Vollblut-Fußballer Marco Jedlicka lieber heute als morgen auf den Trainingsplatz zurückkehren würde. Gerade die Arbeit mit den jungen Spielern, auf die sie in Hüls setzen, bietet einen großen Reiz. Das passt auch zu seinem Beruf: Einst war er Chemiefacharbeiter, mittlerweile ist er OGS-Gruppenleiter an einer Grundschule. „Das macht unheimlich Spaß", lächelt er. Bisweilen hilft Jedlicka noch in Fußballschulen aus - und liebäugelt damit, künftig im Bereich der Nachwuchsförderung noch aktiver zu werden: „Ich könnte mir auch vorstellen, ein Fördertraining in Vereinen anzubieten."
Erst Butterbrot, dann Meistersekt
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Vor 20 Jahren schafft Westfalia Osterwick den Aufstieg in die Bezirksliga
Allgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Sein allererstes Training im Westfalia-Stadion hat sich eingebrannt. Als sei es gestern gewesen und nicht schon fast 21 Jahre her. „Eike Nonhoff kommt zu spät“, schüttelt Marco Jedlicka den Kopf. „Und Peter Fedders läuft mit einer Schnitte Brot auf dem Platz herum.“ Willkommen in der Kreisliga – für den Mann, der zahlreiche Regionalliga- und Oberliga-Spiele auf dem Buckel hat, beginnt ein Lernprozess. „Das war ein Kulturschock“, muss er heute lachen. Aber sie gewöhnen sich schnell aneinander, der neue Spielertrainer und seine Osterwicker Fußballer. So schnell, dass am Ende der Saison 2000/01 der Aufstieg in die Bezirksliga gelingt.