Laudator Alfred Eimers würdigt das herausragende Engagement der Geehrten
Allgemeine Zeitung Rosendahl Von Leon Eggemann Bisher hatte es diese glückliche Fügung nicht gegeben: „Im dritten Anlauf haben wir erstmals einen Preisträger aus jedem Ortsteil“, freute sich Bürgermeister Christoph Gottheil über ein Novum bei der Verleihung des Heimat-Preises. Wie Laudator Alfred Eimers ergänzte, sei dies jedoch reiner Zufall. „Deswegen haben wir uns nicht für Sie entschieden, sondern weil Sie alle Herausragendes für die Gemeinde geleistet haben“, richtete er das Wort an Willi Isfort, Rolf van Deenen und Werner Gerbersmann. Im Beisein von Familie und Freunden nahmen die drei Preisträger, die Eimers als „Männer der Tat“ beschrieb, den gläsernen Heimat-Preis entgegen.
Sie reden und zögern nicht, sondern packen lieber an – eine Eigenschaft, welche die Geehrten eint. „Wir haben hier drei Baumeister vor uns. All ihre Verdienste kann ich gar nicht auflisten“, leitete Eimers als Vorsitzender des Kulturausschusses in seine Laudatio ein. Immerhin haben Isfort, van Deenen sowie Gerbersmann mit ihrem jahrzehntelangen Engagement maßgeblich ihre Ortsteile mitgestaltet (siehe weitere Berichte).
Ein Tatendrang, welcher den Ausschussmitgliedern die Wahl der diesjährigen Preisträger leicht machte. „Sie sind aus all den Vorschlägen herausgestochen“, betonte Eimers, der gemeinsam mit Gottheil auch die Übergabe der pink-umrandeten Schmuckstücke übernahm. Den ersten Platz belegte dabei Willi Isfort, der einen Scheck in Höhe von 2500 Euro entgegennahm. Als Zweitplatzierter durfte sich Rolf van Deenen über 1500 Euro freuen, während Werner Gerbersmann auf dem dritten Rang eine Zuwendung von 1000 Euro erhielt.
Nicht außer Acht ließen Eimers und Gottheil die besseren Hälften der Geehrten. „Auch die Frauen an ihrer Seite sind Personen der Tat“, betonte der Bürgermeister. In die gleiche Kerbe schlugen die Preisträger, die sich neben der Auszeichnung ebenfalls für die treue Unterstützung ihrer Liebsten bedankten.
Willi Isfort „Der Baumeister des Ehrenamts"
Sich selbst wollte er gar nicht in den Vordergrund stellen. „Ich muss sagen, dass ich immer starke Mitstreiter hatte. Alleine geht's nicht", rückte Willi Isfort stattdessen den Teamgedanken in den Fokus. Dabei ist das ehrenamtliche Resümee, das der Osterwicker vorweisen kann, unglaublich.
Sein Wirken geht bis in die1970er-Jahre zurück. Seinerzeit war er bereits im Vorstand des SchützenVereins Brock tätig. Für diesen gestaltete er neben zwei Jubiläen auch eine Chronik - war zudem 25 Jahre lang als Vorsitzender tätig und hat inzwischen den Ehrenvorsitz inne. Ebenfalls beteiligt war er an der Planung und am Bau der Vogel-Stange sowie der Pflasterung des Festplatzes, wie Laudator Alfred Eimers vorstellte. Weitere Projekte, an denen Isfort maßgeblieh mitwirkte, waren der Bürgerradweg 2010, der Schutzraum im Dorfpark oder auch das Vereinsheim von Westfalia Osterwick. Im Sportverein, wo er lange als Jugendobmann agierte, etablierte er außerdem die Badminton-Abteilung, war auch an der Eröffnung der Zweifachsporthalle beteiligt. „Und ich werde in meiner Aufzählung sicher noch vieles ausgelassen haben", zollte Eimers dem Erstplatzierten des diesjährigen Heimat-Preises seinen Respekt. Kurzerhand taufte er diesen zum „Osterwicker Baumeister des Ehrenamts".