Fußball: Mika Rotthäuser verstärkt ab dem Sommer den künftigen A-Ligisten Westfalia Osterwick
Allgemeine Zeitung Osterwick Von Frank Wittenberg Die Sache mit den drei guten Dingen trifft es. „In der C-Jugend und im ersten Seniorenjahr bei der SG Coesfeld 06 II war ich schon sein Trainer“, lächelt Carsten Schlamann. Jetzt schließt sich der Kreis, denn Zusammenarbeit Nummer drei beginnt im Sommer: Mika Rotthäuser wird ab der Saison 2026/27 das Trikot von Westfalia Osterwick überziehen und soll seinen Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft in der Kreisliga A eine gute Rolle spielt.
In der A-Liga deshalb, weil seit der 0:3-Niederlage am Sonntag bei TSG Dülmen verbrieft ist, dass die Osterwicker den Klassenerhalt auch theoretisch nicht mehr schaffen können. „Klar wäre es schön gewesen, künftig wieder in der Bezirksliga zu spielen“, sagt Rotthäuser. „Aber wir packen das an.“ Die Lust auf die neue Herausforderung fühlt sich für den 28-jährigen Offensivspieler weitaus größer an als das Festhalten an Klassenzugehörigkeiten. „Was Carsten und Timo hier vorhaben, freut mich total“, lächelt er mit Blick auf das Trainerduo Schlamann & Grabowsky.
Die werkeln fleißig an der Westfalia der Zukunft, die nach dem Aderlass im vergangenen Sommer und dem nun anstehenden Abstieg zurück in die Spur will. Sich konsolidieren, so lautet das Motto. Eine Spielidee entwickeln, mit der sie in der Kreisliga A erfolgreich sein können, denn die Statik wird sich im Vergleich zur aktuellen Saison in vielen Spielen verändern. Den direkten Wiederaufstieg wird niemand in den Mund nehmen, da sind sich die beiden Trainer mit dem Sportlichen Leiter Manny Gröning einig. „Sprüche klopfen können andere“, betont Schlamann.
Dennoch wollen sie schnell Fuß fassen, und umso wichtiger erscheint vor diesem Hintergrund der Neuzugang von der SG Coesfeld 06. „Wir wissen um seine Qualitäten“, erklärt Carsten Schlamann mit Blick auf Mika Rotthäuser, dem er neben dem zweifellos vorhandenen fußballerischen Können auch die nötige Erfahrung und Mentalität bescheinigt. Deshalb sei Rotthäuser Kandidat Nummer eins gewesen, nachdem gemeinsam mit Manny Gröning überlegt worden sei, welche Spielertypen und Persönlichkeiten der Westfalia weiterhelfen können. „Dazu ist Mika auch menschlich wertvoll für die Kabine“, zeigt sich Timo Grabowsky überzeugt.
Damit nimmt der Kader in Osterwick klare Konturen an. „Trotz des Abstiegs bleiben wir weitgehend so zusammen“, freut sich Schlamann. Torwart Dominik Chemieleck wird aufhören, dafür kommt Niklas Jansen von GW Nottuln II. Henry Klein, Lasse Wilkes und Jannis Krella, bisher als Frühsenioren unterwegs, rücken fest in den Kader. „In der A-Jugend haben wir weitere Kandidaten, auch die zweite Mannschaft macht einen richtig guten Job“, will der Trainer natürlich den Blick vor allem auf Kräfte aus dem eigenen Talentschuppen richten. Dass Langzeitverletzte wie Niklas Boll, Timon Schüer oder Timo Fedders künftig wieder in den Fokus rücken könnten, komme positiv hinzu.