Aktion Jugend forscht: Henry Klein, der jüngste und auch längste Spieler auf dem Feld, sorgte für einen Turbo-Start in die wichtige Partie. Mit der 1:0-Führung entfachte für Jubel beim Schlusslicht Westfalia Osterwick. Fotos: Ulrich Hörnemann
Aktion Jugend forscht: Henry Klein, der jüngste und auch längste Spieler auf dem Feld, sorgte für einen Turbo-Start in die wichtige Partie. Mit der 1:0-Führung entfachte für Jubel beim Schlusslicht Westfalia Osterwick. Fotos: Ulrich Hörnemann

Bezirksliga: Westfalia Osterwick gewinnt das Kellerderby gegen den BVH Dorsten mit 3:2

Allgemeine Zeitung Von Ulrich Hörnemann OSTERWICK. Der Weihnachtsbaum steht nicht in Flammen. So schlimm ist es nicht. In Osterwick hängt „nur" die rote Laterne am Tannenbaum. Aber die Hoffnung auf bessere Zeiten lebt weiter nach dem 3:2-Zittersieg gegen den Kellerrivalen BVH Dorsten. Carsten Schlamann und Timo Grabowsky waren happy über das schöne Erfolgserlebnis kurz vor der Winterpause. „Das war zwar eine schwache Leistung", redete Schlamann Klartext, „doch die drei Punkte nehmen wir gerne mit." In dieser Saison habe die Mannschaft schon deutlich besser gespielt, jedoch verloren und mit leeren Händen dagestanden. „Fußball ist manchmal verrückt", meinte Schlamann, der sich wie Kollege Grabowsky auf ein paar ruhige Tage und den nahenden Jahreswechsel
freut, bevor es am 12. Januar wieder losgeht mit der heißen Vorbereitungsphase.

Das erste Achtungszeichen in dieser Partie setzte ein Youngster: Henry Klein, 18 Jahre alt, glückte die wertvolle 1:0-Führung (10. Minute). Mit Sieben-Meilen-Stiefeln jagte er dem Ball hinterher, umkurvte wie ein Slalomläufer den Gäste-Keeper Leon Beer, der aus seinem Kasten gerannt war, und traf aus spitzem Winkel den Außenpfosten. Jan Deckers versuchte noch zu retten, was nicht mehr zu retten war. Vom Aluminium kullerte der Kunstschuss in die Maschen.

Der Applaus gehörte dem Kunstschützen. Henry klein war ganz groß!. Vier Minuten darauf wäre ihm fast ein zweiter Streich gelungen. Leider traf er die Kugel nicht wie gewünscht. Der 1:1-Ausgleich (34.) fiel aus dem Nichts. Nico Winter zirkelte eine Ecke in den
Sechzehner. Jannis Schüttler stieg hoch und köpfte ins Netz. Bis zur Pause tat sich bloß noch wenig. Dann bat Referee Leon Wilger zum Pausentee. Schnapper Leon Beer stiefelte gräsig vom grünen Kunstrasen und murmelte: „Was für ein Grottenkick. Alter Falter. Not gegen Elend." In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit wurde es turbulent, denn auf beiden Seiten waren zwei Rettungstaten auf der Linie nötig, um einen weiteren Einschlag zu verhindern. Schlamann und Grabowsky wechselten in der 64. Minute Jannik Hagen für Luca Thiäner ein.

Eine weise Entscheidung, denn Hagen, 19, auch ein junger Spund, besorgte das 2:1 (70. Minute). Simon Werschmöller schlug eine Ecke zu Lucas Rix, der Leon Beer prüfte. Beer bekam den Ball nicht zu fassen. Hagen stand goldrichtig und musste das vorweihnachtliche Geschenk lediglich einschieben.

Als Titus Grüner bald darauf die rote Karte (740.) sah, drückte Dorsten immer stärker, Osterwick verteidigte. Danny Lützner erzielte dann den 2:2-Gleichstand (83.). 

Die Hausherren bewiesen Moral. Lars Knipper, der Capitano, schickte mit einem blitzgescheiten Steilpass den Sprinter Leon Eggemann auf die Reise. „Egge" flankte, Sebastian Popinksi verwandelte zum 3:2 (86.) und löste Ur-Schreie seiner. Mitspieler aus. „Den Jubel haben sie bis in Holtwick gehört", lästerte Tobias „Fußballgott" Paschert, „.jetzt wissen sie, dass wir gewonnen haben."

| Westfalia Osterwick - BVH Dorsten 3:2; Tore: 1:0 Henry Klein (10.),  1:1 Jannis Schüttler (34.), 2:1 Jannik Hagen (70.), 2:2 Danny Lützner (83.), 3:2 Sebastian Popinski (86.).

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